auf der Suche nach einem geeigneten Office
Wie geht man bei einer so großen, facettenreichen Stadt wie Berlin strategisch vor?
Stellen wir uns die Basisfrage: Wohin verlege ich inmitten von Berlin die Heimat aller Dinge; wie positioniert man sich auch in der vielfältigsten Stadt mit dem Büro als innovatives, flexibles, globales und junges Unternehmen, so dass ein guter Start in die Zukunft zwingend von Aussen schon zu erkennen ist?
Naja, um die Lösung adäquat zu finden, “machten wir es konservativ”. Wie? – Ja natürlich: mit Fragen! Und fanden 3 Möglichkeiten:
Variante 1: ruhiges Villenviertel mit Garten, Grill und Gänseblümchen
Wollen wir seriös erscheinen? Wollen wir in den glamourösen, leicht spießigen, soliden Villenvierteln von Berlin starten?
Abgeschirmtes, ruhiges Brainstorming im Garten - wäre schon eine echte Alternative zu manchem Konferenzraum.
Abends bei lauem Wetter den Grill anwerfen und noch über das Eine oder Andere beiläufig und ausgiebig bei einem Glas Wein diskutieren wäre durchaus die passende Mischung zwischen “jung-gebliebener-Dynamik” und “Erfahrungs-solide”.
Aber auch da, wo die missglückte, dauerbewellte Madame ihren zart lilafarbenen Pudel Gassi führt, an jeder Ecke und jedem Baum eine lieblich-duftende Tretmine liegt und den Parkierenden beim Verlassen seines Vehikels mit Hüpfungen zwingt, mehr oder weniger elegant den Bordstein zu erreichen.
Variante 2: pulsierende Innenstadt mit Paninnis, Pizza und Prosecco
Genau dort, wo gutgelaute Menschen schon zur wohlschmeckenden Stunde ein wenig Lebensqualität geniessen; wo ein feiner, duftender Café an jeder Ecke mit angeboten wird…
Wo im ganzen Viertel Kunst, Kultur, Kreativität, Internationalität zu spüren ist - man denke nur an die Vielfalt von Galerien, hippen, flotten Geschäften, Dönerständen, spannend internationalen Restaurants und typische Berliner Currywurstbuden.
Variante 3: Berlins Plattenbau-Prachtsiedlungen mit Parkplätzen, Panorama-Blick und Paranoia
Eine Plattenbau-Siedlung ist nun wirklich konservativ. Nostalgie-Scharm, massige Dominanz mit dem Gedanken an Asbestduft in diversen Dosen ist zudem preisgünstig.
Wenngleich mein Vorschlag schon auf dem Papier zerrissen wurde, möchte ich ihn doch nicht unerwähnt lassen. Als CFO sollte man vor unnötig hohen monatlichen Kosten nicht nur warnen, sondern diese auch mit Eigeneinsatz vorleben.
Entscheidung
Wir haben uns nun dann doch für die Innenstadt entschieden. Aus Kostengründen fanden wir uns auch nicht zu alt, um in Berlins Hinterhöfe zu ziehen.
Wenn die Sonne die ersten frühen, total motivierten Mitarbeiter in unsere neue - naja, neurenovierte - typisch Berliner 3.-Hinterhof Büroherberge führt, umschwebt einen ein feiner Duft von frisch gerösteten Kaffeebohnen und suggeriert den gewünschten Wachmacher mit einem warm-knusprigen Croissant.
Die Mittagsmüdigkeit kann geschickt mit einem “out House”- Büro ausgetrickst werden: Bilder einer pulsierenden, lebendigen Großstadt durchtränken einen mit neuer Energie und flotten Ideen.
Auf das eigene Budget achtend, erlebt man in dem ganz-Berlin-gebliebenen Teil von Mitte zu netten Preisen durchaus wohlschmeckende Lunch-Varianten.
Spannend kann es werden, wenn Nicht-Berliner uns auch einmal am Abend besuchen werden [nicht nur die location hat Ihren Preis - smile]:
Ab 21.00 Uhr spazieren unaufdringliche, junge Bordstein-Damen auf.
Nun mag ja jeder mit dem unverhofft leisen, aber bestimmten Antrag anders umgehen…
Aber zur Not kann man seinen Blick auch auf die Berliner Synagoge richten und der “üblichen” Frage ungläubig aus dem Weg gehen.
Nachdem wir uns für den typischen Berliner Altbau mit der zu beneidenden Deckenhöhe entschieden hatten, war noch die Frage zu klären, ob wir (Wir, die im Durchschnitt über 40-Jährigen) ein auf Austausch ausgelegtes, immer summendes Loft oder doch eher die ruhige, arbeitsgerechte Variante der einzelnen Büro-Zimmer präferieren.
Ich muss zugeben, beides hat ein definitives Für und Wider. Daher haben wir ein “halbes” Loft ausgewählt: 3 Räume, bei denen neben dem mit einer Glastür abgetrennten Konferenzraum, ein mit vier Schreibtischen versehener Arbeitsraum und als Durchgangszimmer-backoffice getarnte Kommmunikations-Zentrale vorhanden ist.


(1 Stimmen - Durchschnitt: 4 von 5)





Hört sich doch optimal an -was will man mehr! Na dann viel Spass in den neuen Büros! (Und Mitte ist immer ne gute Wahl!
@Berlin - Hallo “Berlin”, Micha - unser CFO - ist momentan zugeschüttet mit Excel-Tabellen für öffentliche Fördergelder, so dass ich einmal antworte:
Ich bin auch sehr happy, dieses Office gefunden zu haben. Festgestellt habe ich nur, dass es wohl zu wenig Parkplätze gibt (Den ein oder anderen Besucher nervt das gelegntlich etwas…), aber die location ist echt klasse!
Und vielen Dank für den aufmunternden Kommentar: Ja, die Zeiten für Web2.0 scheinen leicht zu stagnieren, wenngleich die Menschen nicht loslassen können.
Ich versuche einmal in den Neujahrstagen jeden auf dem laufenden zu halten. Es ist unglaublich viel passiert (weswegen ich nicht die Zeit finde, neue Beiträge zu verfassen).
Dir auch noch schöne Tage in Berlin!
Gruss
Alice
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